Geschichten sind Lebensmittel.
Erzählfreude in Kita und Grundschule
Wer erzählt, kann Erlebnisse und Blickwinkel mit anderen teilen, eine Grundlage für Bindungen und Freundschaften. Und wenn andere uns etwas erzählen, können wir die Welt aus ihren Augen betrachten, was Empathie, perspektivisches Denken und Weltverstehen fördert.
Im Umkehrschluss heißt das auch: Wo nicht erzählt wird, findet all das nicht statt.
Für manche Kinder sind Geschichten und Erzählen Teil des Familienalltags. Andere werden kaum zum erzählen angehalten.

Der Workshop zeigt an praktischen Beispielen, wie Erzählfreude angeregt wird und Formen des Erzählens spielerisch geübt werden.

Werkstatt Erzählen

Erzählen ist spannend , unterhaltsam, witzig, manchmal belehrend, macht nachdenklich.

Der Workshop erprobt kreative Erzählimpulse, die sich in der Arbeit mit Kindern bewährt haben.

Die TeilnehmerInnen lernen Werkzeuge und Prinzipien (z.B. ritualisiertes Erzählen) der Erzählarbeit auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen kennen.

Literacy

Am Beginn von Literacy (Aneignung der Erzähl- und Lesekultur einer Gesellschaft) stehen die sprachlichen Erfahrungen im familiären Alltag eines Kindes.

Der Workshop behandelt anhand praktischer Beispiele und in der Arbeit mit Bilderbüchern u.a.

- die Bedeutung von Gesprächen und Erzählen in der frühen Kindheit;

· die Bedeutung des Vorlesens in Familie und Kindergarten;

· die Bedeutung ästhetischer Spracherfahrung (Lyrik und Rhythmik).

Erzählförderung mit Bilderbüchern

Was passt für wen? Wie wähle ich aus?
Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl von Bilderbüchern und Vorlesegeschichten ist der Bezug zu den äußeren und inneren Themen der ZuhörerInnen. Wenn es in den Geschichten um etwas die Kinder Bewegendes geht, dann entsteht Resonanz zwischen Kind und Literatur, die Grundlage für Mit-Lese- und Erzählfreude.

Gleichzeitig können Geschichten einfach oder komplexer gebaut sein. Kettengeschichten zum Beispiel folgen einem einfachen oft auch sprachlich ritualisierten Erzählprinzip.
Auch literarisch wenig vorgebildete Kinder können sich hier beim Miterzählen, Nacherzählen, beim Vorausdenken oder Erweitern der Geschichte rasch kompetent beteiligen. Erfolg macht Freude – und das fördert die Lust an und auf (Bilderbuch-) Literatur.

Der Workshop behandelt Kriterien der Bilderbuchauswahl für die Sprach- und Erzählförderung und stellt exemplarisch Bilderbücher mit unterschiedlichen Herausforderungen vor.

Die TeilnehmerInnen erhalten damit wichtiges Grundwissen, um Kinder in ihrer Erzählentwicklung anzuregen und zu fördern.

Werkstatt Dialogisches Vorlesen / Miterzählen

Bilderbuchgespräche fördern die kindliche Erzählfähigkeit. Beobachtungen und Fragen binden Kinder aktiv als „Miterzählende“ ein. Im gemeinsamen Nachdenken über die Bedeutung eines Bildes oder eines Wortes tauchen wir in die Geschichte ein. Langsames Umblättern macht neugierig auf den Fortgang der Geschichte, wir können spekulieren: Was passiert wohl als Nächstes?

So wird Erzählen im Dialog beiläufig eingeübt.

Im Unterschied zum klassischen Vorlesen findet dabei ein Rollentausch statt. Zunehmend wird das Kind – entlang der Bilder - zum Erzähler der Geschichte und der Erwachsene übernimmt die Rolle des aktiven Zuhörers.

Der Workshop führt ein in die praktischen Prinzipien dialogischen Vorlesens für jüngere und ältere Kinder, übt Strategien dialogischen Vorlsens und stellt exemplarisch eine Auswahl dazu geeigneter Bilderbücher vor.

Erzählförderung und Diagnostik

Erzählfähigkeit wird – wie Sprache überhaupt – von früh an beiläufig und in alltäglichen Interaktionen erworben. Triebfeder des Erzählerwerbs ist das Bedürfnis schon der Kleinsten, sich mit Interessen, Erlebnissen, Wünschen, Ängsten und Fragen mitzuteilen.

Dabei verläuft die kindliche Erzählentwicklung individuell und heterogen, abhängig u.a. von Erfahrungen (Vorlesen zu Hause z.B.) und Impulsen (Verkleidungskiste für Rollenspiele z.B.) in den jeweiligen Kindheiten.

Der Workshop übt anhand von Beispielen ein in einen professionellen Blick auf kindliches Erzählen. Die Wahrnehmung dessen, was Kinder bereits können, ist ja die Grundlage für die weitere Arbeit, z.B. für die Auswahl passender Vorlese-Bilderbücher.

Family Literacy Arbeit in der Kita - Erfahrungen und Anregungen

Kinder aus bildungsfernen Familien sind, was die Entwicklung ihrer Sprachkompetenz anbelangt, benachteiligt. (Vor-)Lesen und Schreiben wird in ihrem im Alltag kaum praktiziert. Der Besuch einer Spielgruppe oder des Kindergartens ist wichtig, ersetzt aber noch nicht die vielen Stunden, die in der Familie beim Vorlesen, Geschichtenerzählen oder im gemeinsamen Spiel verbracht werden könnten.

Und die Familie ist nicht nur die früheste, sondern auch die wirksamste und damit erfolgreichste Instanz der sprachlichen Förderung.

„Family Literacy-Projekte“ setzen sich zum Ziel, bildende Aktivitäten (Vorlesen, Ausleihe in der Bibliothek, Gesellschaftsspiele, Gespräche) in die Familien zu tragen.

Der Workshop stellt ausführlich ein mehrjähriges Bremer Family Literacy-Projekt vor. Anschließend werden auf dem Hintergrund dieser Arbeit familienbezogene Ideen für die Arbeit in der Kita entwickelt und diskutiert.

Kinder entern Bilderbücher

Frühförderung in Kita und Familie
Das Projekt Enter (Entdecken und Erzählen) hat die integrative Förderung sprachlich-erzählerischer und mathematischer Fähigkeiten bei Kindern im Übergang Kita-Grundschule zum Ziel. Enter wendet sich asich an sprachlich benachteiligte Kinder und deren Eltern. Den Kern des Projektes bildet eine Schatzkiste mit Bilderbüchern, mathematik-bezogenen Spielen und Vorlese-Hörspielen. Im Mittelpunkt der praktischen Arbeit
im Stuhlkreis stehen ritualisierte Gespräche und Aktivitäten. Hier machen sich die Kinder mit den Büchern und Spielen der Schatzkiste vertraut und entwickeln Freude daran, jeweils für das Wochenende etwas auszuleihen. So werden Bilderbücher, Spiele und Aktivitäten in die Familien hinein getragen.

Der Workshop stellt das Projekt als Anregung für die eigene Family-Literacy-Arbeit vor.

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