Die Maus lebt nicht vom Brot allein.
Geschichten als Lebensmittel
Sprache und Ausdrucksfähigkeit in der Kindheit.
Eine literarische Reise
Kinder wollen mit Geschichten und Bilderbüchern nicht sprachgefördert werden. Sie wollen Witz und Vergnügen, Spannung, vielleicht Nachdenklichkeit, alles das, was sich auch Erwachsene von Literatur versprechen. Wenn das gelingt, wenn Kinder Freude am Zuschauen und Zuhören (dem inneren Miterzählen von Geschichten) haben und entwickeln, dann findet beiläufig auch Sprachförderung statt.

Der Vortrag zeigt an literarischen Beispielen und an Geschichten und Erzählungen von Kindern, worum es als Ziel im Umgang mit Literarischem im Kern geht.
Leo Lionni, Frederick, München 1967

Literatur und kindliche Entwicklung

Für Kinder ist das Erzählen, sind Geschichten und Bilderbücher ein für ihre Entwicklung unverzichtbares Lebensmittel. Mit Geschichten können sie sich mit der Welt auseinandersetzen, sie helfen ihnen dabei, sich in ihr zurecht zu finden. In Geschichten können sie zu Hause sein. Geschichten können ihnen, wie ein warmer Wintermantel, in schwierigen Situationen Geborgenheit geben.

Ees gibt Bilderbücher, bei denen, wie bei einer leckeren Mahlzeit, der Appetit beim Essen noch einmal wächst. Und esgibt Geschichten / Bilderbücher, die Kindern die Lust an Literatur regelrecht abgewöhnen.

Um literarische Lebensmittel geht es indiesem Vortrag, der - mit Blick auf die kindliche Entwicklung - bekömmliche Geschichten vorstellt.

Was passt für wen? Wie wähle ich aus?
Wer zum Beispiel eine Kinder- bzw. Bilderbuchbibliothek einrichten möchte, braucht Kriterien der Auswahl.
Was macht gute Literatur, was macht ein gutes Bilderbuch aus?

In guten Bilderbüchern geht es um für Kinder bedeutsame Themen.
In guten Bilderbüchern haben die Bilder eine eigene Sprache.
In guten Bilderbüchern wierd nicht alles erzählt. Es bleibt ein Rest.
Der Vortrag behandelt an exemplarischen Beispielen Gütekriterien der Bilderbuchauswahl.
Shaun Tan, Der rote Baum, Hamburg 2012

Philosophieren mit Bilderbüchern

„Am liebsten rede ich mit Kindern, denn von ihnen darf man doch hoffen, dass sie Vernunftwesen werden können; aber die, welche es geworden sind – herrjemineh!“

Sören Kierkegaard, Entweder / Oder

(Wolf Erlbruch, Die große Frage, Wuppertal 2004)
Was ist, wenn wir, ohne uns zu verwundern, die Äpfel auf den Rasen unserer Nachbarn zwar noch bemerken, trotzdem kurz darauf die makellosen Grünen im Supermarkt einkaufen?

Was ist, wenn wir uns eine Welt ohne Autos beispielsweise gar nicht mehr oder nur noch als beinah apokalyptisches Szenario vorzustellen vermögen?

Was ist, wenn wir davon überzeugt sind, dass Kinder nun einmal nicht freiwillig lernen und entsprechenden Druck brauchen?
Wenn sich unser Denken zu „inneren Gewissheiten“ verdicht, wenn es selbstverständlich wird, nicht mehr hinterfragbar, dann verlieren wir unsere Freiheit gegenüber einer Welt, die wir doch selbst gemacht haben und jeden Tag neu machen. Die Welt ist dann eben, wie sie ist!

Das ist eine – mögliche - negative Auswirkung unseres Alltagsdenkens, die Gewohnheit.

An dieser Stelle kommt eine ursprüngliche Fähigkeit des Menschen ins Spiel, die Fähigkeit, sich über die Welt, über das eigene Verhalten und das der anderen zu verwundern.

Wir schauen uns um, wundern uns, etwas wird uns fragwürdig.

Dieser philosophische Blick auf die Welt kann schon mit Bilderbüchern geübt und gefördert werden.

Der Vortrag führt ein in das Philosophieren mit Kindern und stellt eine Auswahl dazu geeigneter Bilderbücher vor.

Kinder stärken mit Literatur.

Bilderbuch und Resilienzförderung

Resilienz (Widerstandsfähigkeit) bezeichnet die Fähigkeit von Kindern wie Erwachsenen, Krisen zu meistern, erfolgreich mit widrigen Lebensumständen und Belastungen umzugehen.

Ressourcen, die das ermöglichen, sind z.B. Selbstvertrauen, ein optimistischer Zukunftsblick, emotionale und soziale Kompetenzen.

Literatur ist ein Lebensmittel, das zur Entwicklung solch innerer Ressourcen beiträgt.

Der Vortrag stellt - an exemplarischen Beispielen - Kriterien zur Auswahl geeigneter Geschichten / Bilderbücher vor.

Hier finden Sie uns


Schmidtstr. 37
28203 Bremen

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 421 72533

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
Alibis - Atelier für Literatur - Bilderbuch - Sprachförderung